Job am Flughafen

Das Original aus Hamburg - Seit 2014

Luftsicherheit ist im zivilen Flugverkehr die Gefahrenabwehr ganz allgemein. Zu den in der heutigen Zeit äußeren Gefahren gehören der Terrorismus, die Flugzeugentführung oder Sabotage, im Grunde genommen jeder Eingriff in die Flug- und Luftsicherheit. Diese Sicherheit beginnt beim Betreten des Flughafengeländes, spätestens aber beim Zutritt zum Abfluggate in der Abflughalle. An dieser Stelle finden die Personenkontrollen statt. Aufs Genaueste geprüft wird in dieser, wie es heißt Sicherheitsschleuse oder Sicherheitszone der Fluggast samt seinem Handgepäck. Das am Flugschalter aufgegebene Reisegepäck wird an anderer Stelle innerhalb des Flughafengeländes auf seine Sicherheit hin überprüft. Rechtsgrundlage dafür ist das seit Mitte der 2000er-Jahre geltende LuftSiG, das Luftsicherheitsgesetz. Vor Ort werden diese spezifischen Aufgaben der Luftsicherheit von geschulten Luftsicherheitsassistent/innen wahrgenommen. Sie arbeiten auf der Grundlage von § 5 LuftSiG; danach beschränkt sich der Aufgaben- und Kompetenzbereich des LuftAss auf den Passagier nebst dessen Handgepäck. Die Luftsicherheitsassistenz ist kein eigener Ausbildungsberuf, sondern ein Arbeitsbereich innerhalb des Sicherheitsdienstes; der ist seinerseits ein Sammelbegriff für sämtliche Dienstleistungen des Bewachungsgewerbes, gegliedert in Veranstaltungs-, Personen- sowie Objektschutz.

Mehrmonatige Umschulung zum Luftsicherheitsassistent nur nach Eignung möglich

In Anbetracht der verantwortungsvollen Tätigkeit muss der zukünftige LuftAss folgende Voraussetzungen „mitbringen“, um an der mehrmonatigen Schulung teilnehmen zu können:

  • Volljährigkeit nebst Rechts- und Geschäftsfähigkeit
  • Polizeiliches Führungszeugnis ohne Eintragung
  • Schufa-Selbstauskunft mit hohem Score [möglichst nahe an 100 Prozent]
  • Einwandfreier Leumund
  • Soziale Kompetenz nebst Teamfähigkeit
  • Hauptschulabschluss als Mindestvoraussetzung
  • Physische sowie psychische Belastbarkeit mit körperlicher Fitness
  • Berufserfahrung im Sicherheitsdienst als Objekt- oder Personenschützer
  • Bereitschaft zum Wechselschichtdienst
  • Gesundes, überdurchschnittlich gutes Farbsehvermögen
  • Arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung

Nach erfolgreichem Durchlaufen des Auswahl- und Bewerbungsverfahrens folgt die dreimonatige Schulung respektive Umschulung zum LuftAss. Sie verläuft dual mit einem jeweils ausgewogenen Anteil an Theorie und Praxis. Zugelassene, staatlich anerkannte Ausbildungsstätte mit 13 Standorten in ganz Deutschland ist beispielsweise die Gate Training GmbH. Auch aufgrund der kurzen Zeitdauer sowie der Kombination aus Praxis und Theorie ist die Umschulung zum LuftASS ausschließlich als Präsenz- und nicht als Fernschulung möglich.

Vielfältiges Knowhow rund um die Sicherheit am Flughafen und in der Luft

Wenngleich der Arbeitsplatz des LuftAss ausschließlich am Boden ist, so wird von ihm dennoch ein breites Spektrum an Fachwissen sowie an beruflichem Knowhow erwartet. Dazu gehören nach § 5 LuftSiG einerseits Grund-, und andererseits fundierte Kenntnis in den Bereichen

  • Sicherheitsvorschriften allgemein und spezifisch in Bezug auf Flughäfen
  • Ausgewiesene Kenntnisse in der Sprengstoff- und in der Waffenkunde
  • Praktische Sicherheit auf dem Einsatzflughafen sowie während des Fliegens
  • Kenntnisse über das Luftsicherheitsgesetz
  • Sach- und ordnungsgemäßes Durchführen von Personenkontrollen sowie von Hand- und Reisegepäck
  • Grundkenntnisse über Sicherheitssysteme sowie Zugangskontrollen
  • Chronologischer Ablauf von unterschiedlichen Kontrollen
  • Analysieren von Röntgenbildern sowie von gescannten Bildern
  • Sicherheitsüberprüfung von Fracht und Reisegepäckstücken
  • Umgang mit den internationalen Fluggästen aus aller Welt inklusive der dazugehörigen Kommunikation
  • Grundkenntnisse in den allgemeinen Grundlagen von Gesetzgebung und aktueller Rechtsprechung

Der Lehrplan für die dreimonatige Umschulung ist naturgemäß noch deutlich detaillierter sowie umfassender als dieses Summary. Im Hinblick auf die mehrstündige schriftlich-mündliche Prüfung ist der potentielle LuftAss fit und selbstbewusst genug, um anschließend seinen Arbeitsplatz gut auszufüllen. Gelehrt und gelernt wird nach einem bundesweit einheitlich geltenden Musterlehrplan des Bundesministers des Innern, des BMI.

Formelle Beleihung berechtigt zu Personen- und Körperkontrollen

Nach bestandener Prüfung erhält der LuftAss eine offizielle „Beleihung“. Sie ist die amtliche Befugnis zur Wahrnehmung von hoheitlichen, sogenannten staatlichen Aufgaben. So wird beispielsweise nach § 12 LuftSiG dem Flugkapitän in Form einer Beleihung die Zuständigkeit für Sicherheit und Ordnung an Bord des Flugzeuges übertragen. Die Beleihung des LuftAss ist mit weitrechenden Kompetenzen verbunden; eine davon ist das Recht zur Personenkontrolle der Passagiere am Gate, vergleichbar mit dem Personenkontrollrecht der Polizei. Der Fluggast muss eine solche Entscheidung des LuftAss akzeptieren.

LuftAss – zukunftsorientierter, sicherer und dauerhafter Arbeitsplatz

Ohne zu kontrollieren geht es nicht. Eine möglichst genaue Personenkontrolle war noch nie so wichtig wie in der heutigen Zeit. Mit der ständig zunehmenden Anzahl an Urlaubs- und Geschäftsreisen steigt auch die Zahl der Fluggäste kontinuierlich an. Dementsprechend groß ist das Sicherheits- und Kontrollbedürfnis am Flughafen. Das Arbeitsgebiet des LuftAss gehört zu denjenigen, bei denen keinesfalls am Personal gespart werden darf. Vor diesem Hintergrund kann der Arbeitsplatz als krisenfest bezeichnet werden. Jeder Arbeitstag ist für den LuftAss eine neue Herausforderung. Jeder einzelne Fluggast muss individuell und ebenso aufmerksam kontrolliert werden wie sein Vorgänger oder Nachfolger. Dem LuftAss darf buchstäblich kein Fehler unterlaufen. Auch die täglichen Flugbewegungen auf allen internationalen Verkehrsflughäfen werden nicht weniger, sondern kontinuierlich mehr. Mit diesem Gesamtwachstum einher gehen Bedeutung nebst Krisenfestigkeit des Jobs als LuftAss.

Kurz gesagt: Warum keine Umschulung zum Luftsicherheitsassistenten? - Geflogen wird immer!