Die neue Tariferhöhung in der Luftsicherheit ab April 2026

Gute Nachrichten für die Beschäftigten an den deutschen Flughäfen: Wer in der Luftsicherheit arbeitet, darf sich seit dem 1. April 2026 über ein deutliches Plus im Geldbeutel freuen. Durch den hart verhandelten Tarifabschluss zwischen den Gewerkschaften ver.di sowie dem Deutschen Beamtenbund und Tarifunion (dbb) auf der einen Seite und dem Arbeitgeberverband Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) auf der anderen, tritt nun die nächste Stufe der Entgelterhöhung in Kraft.

Besonders im Fokus steht dabei die prestigeträchtige Marke von 25 € pro Stunde für die Fluggastkontrolle. Doch was bedeutet das konkret für die verschiedenen Entgeltgruppen und wie wirkt sich das auf das monatliche Bruttoeinkommen aus?

Der Tarifabschluss im Überblick

Die Grundlage für diese Anpassung ist der Entgelttarifvertrag, der eine Gesamtlaufzeit bis zum 31. Dezember 2026 hat. Nachdem bereits im Mai 2025 die erste Stufe gezündet wurde, folgte nun zum 1. April 2026 die finale Erhöhung innerhalb dieser Vertragslaufzeit.

Das Prinzip ist simpel und fair: Jede Entgeltgruppe erhält pauschal 1,00 € mehr pro Stunde. Was auf den ersten Blick nach einem moderaten Betrag klingt, summiert sich über den Monat zu einem spürbaren Zuwachs. Je nach Qualifikation und Tätigkeit entspricht dies einer Steigerung von etwa 4 bis 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Über die gesamte Laufzeit des Vertrages betrachtet, konnten die Gewerkschaften sogar Lohnzuwächse zwischen 7,2 und 10,6 Prozent durchsetzen.

Die neuen Stundensätze ab April 2026

Die Erhöhung betrifft das gesamte Spektrum der Sicherheitsdienstleistungen am Flughafen. Hier sind die konkreten Werte, wie sie unter anderem von der ver.di Luftsicherheit NRW kommuniziert werden:

EntgeltgruppeTätigkeit (Beispiele)Stundenlohn ab 01.04.2026
EG IFluggastkontrolle (§ 5 LuftSiG)25,00 €
EG IIPersonal-, Waren- & KFZ-Kontrollen (§ 8/9 LuftSiG)24,09 €
EG IIIBordkartenkontrolle / Werkschutz22,24 €
EG IVRollstuhlservice (inkl. Zulage)19,66 €
EG VAllgemeine Servicetätigkeiten17,38 €

Quelle: https://luftsicherheit-nrw.de/tariferfolg-wirkt-naechste-lohnerhoehung-in-der-luftsicherheit-ab-1-april-2026/

Was am Ende des Monats hängen bleibt

Für die Beschäftigten in Vollzeit bedeutet dieser Euro mehr pro Stunde eine Entlastung im Alltag. Wer in der Entgeltgruppe I arbeitet und beispielsweise 160 Stunden im Monat leistet, kommt seit der Tariferhöhung auf einen Grundlohn von 4.000 € brutto. Das sind exakt 160 € mehr als im Vormonat.

In anderen Bereichen, wie etwa beim Rollstuhlservice (EG IV), kann das Plus sogar noch höher ausfallen. Durch die Kombination aus dem erhöhten Grundlohn und spezifischen Zulagen ergibt sich bei einer monatlichen Arbeitszeit von 189 Stunden ein Zuwachs von über 250 € brutto.

Diese Zahlen zeigen, dass die Luftsicherheit als Berufsfeld finanziell deutlich aufgewertet wird. Fachportale wie airliners.de und aero.de heben in ihren Berichten insbesondere das klare Gehaltsplus und die verbesserte Bezahlung für die Beschäftigten hervor.

Fazit für die Branche

Die Erhöhung zum 1. April 2026 war ein wichtiges Signal an die Mitarbeitenden, die täglich für die Sicherheit im Luftverkehr sorgen. Mit einem Stundenlohn von 25 € in der Spitze setzt die Branche einen Standard, der die hohe Verantwortung dieser Tätigkeit widerspiegelt. Da der aktuelle Tarifvertrag Ende 2026 ausläuft, bleibt abzuwarten, wie die Verhandlungen für das darauffolgende Jahr verlaufen werden. Bis dahin sorgt dieser Abschluss erst einmal für Planungssicherheit und eine faire Entlohnung.