Job am Flughafen

Das Original aus Hamburg - Seit 2014

Gemäß dem Luftsicherheitsgesetz (LuftSiG) kann der Job als Luftsicherheitskontrollkraft bzw. der „Kontrollkraft für Personal und mitgeführte Gegenstände“ nur nach einer Ausbildung und einer erfolgreichen Prüfung ausgeübt werden. Der Job am Flughafen ist eine abwechslungsreiche Tätigkeit. Die Luftsicherheitskontrollkraft (m/w) muss ein gepflegtes Auftreten und höfliche Umgangsformen mitbringen, zudem ist für die Ausführung der Arbeit am Flughafen ein einwandfreies polizeiliches Führungszeugnis vonnöten.

Inhalte der Umschulung und Ausbildung

Im Rahmen eines modular aufgebauten Vorbereitungslehrganges erhält der Auszubildende fundierte Kenntnisse über die spezifischen Aufgaben, die sich im Bereich der Luftsicherheitskontrollen für das Sicherheitspersonal ergeben. Diese ergeben sich aus den Inhalten des LuftSiG. Gemäß dem § 7 LuftSiG muss der Nachweis der Zuverlässigkeit vor Beginn des Lehrganges an erfolgen. Der Job als Luftsicherheitskontrollkraft / Kontrollkraft für Personal und mitgeführte Gegenstände wird als Schichtdienst ausgeführt, da die Luftsicherheitskontrolle im Flughafen rund um die Uhr erfolgen muss. Akkurates Auftreten, ein gepflegtes Erscheinungsbild, eine bedachte Wortwahl und ein ruhiges Handeln sind Grundvoraussetzungen für diesen Job.

Die Inhalte der Umschulung/Ausbildung umfassen folgende Bereiche:

  • Die Flughafensicherheit erfordert Fachwissen und Kenntnisse der Rechtsvorschriften. In diesem sensiblen Bereich ist eine spezielle Qualifikation Voraussetzung, um als Luftsicherheitskontrollkraft tätig sein zu können.
  • Das Erlernen von Verhaltensweisen zur angemessenen Reaktion auf Zwischenfälle, die sich als sicherheitsrelevant erweisen.
  • Zur Identifizierung verbotener Gegenstände ist ein fundiertes Methodikwissen notwendig.
  • Die Kenntnis über mögliche Verstecke von illegalen Gegenständen wird vermittelt. Die von der Sicherheitsausrüstung angezeigten Bilder müssen von der Kontrollkraft für Personal und mitgeführte Gegenstände schnell und korrekt interpretiert werden.

Für einen angenehmen und reibungslosen Ablauf am Flughafen sind neben den Tätigkeiten gemäß LuftSiG noch weitere Dienstleistungen notwendig. Diese betreffen sowohl den direkten Kontakt mit den Fluggästen als auch die internen Abläufe des Flughafens.

Dauer der Umschulung

Die Umschulung zur Luftsicherheitskontrollkraft dauert drei Monate. Die Ausbildung in dieser Zeit konzentriert sich auf die Fachausbildung und auf die Grundausbildung. Abschließend erfolgt eine behördliche Prüfung. Diese muss vom Auszubildenden erfolgreich absolviert werden.

Voraussetzungen zur Teilnahme an einer Umschulung

Das Anforderungsprofil muss erfüllt werden. Der Anwerber für den Job als Luftsicherheitskontrollkraft muss eine entsprechende geistige Belastbarkeit, persönliche Zuverlässigkeit und körperliche Tauglichkeit aufweisen. Das Anforderungsprofil beinhaltet folgende Punkte:

  • Die mittlere Reife oder eine abgeschlossene Berufsausbildung ist erforderlich.
  • Vorstrafen und Einträge im polizeilichen Führungszeugnis sorgen für eine sofortige Disqualifizierung.
  • Körperliche Fitness und geistige Belastbarkeit sind erwünscht.
  • Teamfähig, freundlich und zuverlässig muss eine Kontrollkraft für Personal und mitgeführte Gegenstände sein.
  • Flexibel, verantwortungsbewusst und motiviert soll der Anwerber für den Job am Flughafen sein.
  • Die Bereitschaft zur Schichtarbeit muss vorhanden sein.
  • Die entscheidende Voraussetzung zur Qualifikation als Luftsicherheitskontrollkraft ist die erfolgreich abgeschlossene Ausbildung gemäß § 8 LuftSiG mit der positiv bestandenen Prüfung vor der zuständigen Behörde.

Tätigkeitsbereich bzw. Beschreibung der täglichen Arbeit

Die Tätigkeiten der zu schulenden Personengruppen werden laut EU-Vorgaben nach Kapiteln der VO (EU) benannt.

Tätigkeiten nach 11.2.3.1a

Diese Tätigkeiten umfassen die Kontrollen für aufgegebenes Gepäck, Handgepäck, Personen und mitgeführte Gegenstände. Die Kontrolle der Zulässigkeit von Handgepäckinhalten sorgt für die Abwehr der Einbringung von gefährlichen und illegalen Materialien. Die Kontrolle erfolgt oftmals mit technischen Hilfsmitteln wie Körperscannern, Sprengstoffspürgeräten und Handsonden.

Tätigkeiten nach 11.2.3.1b

Diese Tätigkeiten umfassen die Kontrolle von Waren, Personal und Bordkarten. Die Kontrollkräfte sind für die Flugzeugkontrolle und die Alarmverfolgungen zuständig. Die Flugsicherheitskontrollkraft muss Kontrollgänge durchführen, Streifen und Festposten einnehmen. Die Kontrollkraft ist zudem für die Rücklaufverhinderungen und für die Sicherheitsbegleitungen für Flughafenanlieferungen zuständig. In diesen Tätigkeitsbereich fällt oftmals auch eine Überwachung von Externen wie Lieferanten, Handwerkern und Bauarbeitern an.

Tätigkeiten nach 11.2.3.2

Die Kontrollkräfte in diesem Tätigkeitsfeld sind für die gesamte Kontrolle von Post und Fracht verantwortlich. Im Auftrag des Luftfahrtunternehmens erfolgt die Röntgenkontrolle von Warenpaketen, Frachtgut und Post. Die Flugzeugversiegelung und die Flugzeug- bzw. Kabinendurchsuchung werden durchgeführt. Die Zugangskontrollen zum Luftfahrzeug und die Kontrollen von Bordvorräten gehören ebenfalls zu den Aufgaben der Luftsicherheitskontrollkraft.

Zukunftsaussichten

Die Zukunftsaussichten gestalten sich durchaus positiv. Das Aufkommen des nationalen und internationalen Flugverkehrs wird voraussichtlich weiter steigen. Interne Aufstiegschancen sind vorhanden, die Möglichkeit ist jedoch von der Seite des Arbeitgebers stets bedarfsabhängig. Mit viel Erfahrung und guter Arbeitseinstellung wird auch die Chance geboten, zum Ausbilder für Flugsicherheitskontrollkräfte zu avancieren.

Was besagt der § 8 LuftSiG?

Dieses Luftsicherheitsgesetz überträgt die besonderen Befugnisse der Luftsicherheitsbehörden. So kann die Luftsicherheitsbehörde jene Personen durchsuchen und überprüfen, die den Sicherheitsbereich des Flughafens bereits betreten haben oder diesen betreten wollen. Die Orte, wo die Sicherheitskontrollen stattfinden, können durch bewaffnete Polizisten geschützt werden. Die Luftsicherheitsbehörde kann all jene, welche die Luftseite des Flughafens betreten haben oder betreten wollen, anhalten und sie eventuell aus dem Bereich verweisen. Dazu zählen Mitarbeiter, sonstige Personen und Fluggäste. Die Luftsicherheitsbehörde kann Gegenstände, Postsendungen, aufgegebenes Gepäck und Fracht durchleuchten, durchsuchen und überprüfen, sobald sie in den Sicherheitsbereich des Flughafens gelangt sind oder dorthin gelangen wollen.

Was ist der Unterschied zwischen Luftsicherheitsassistent nach § 5 LuftSiG und einer Luftsicherheitskontrollkraft nach § 8 LuftSiG?

Nach § 5 LuftSiG kontrolliert die Luftsicherheitskontrollkraft nur Passagiere und deren Handgepäck. Das unterscheidet sich vom § 8 LuftSiG, da die Luftsicherheitskontrollkraft nur beim § 5 LuftSiG eine Beleihung hat, also die Personen durchsuchen kann, was sonst in Deutschland nur die Polizei darf. Nach § 8 LuftSiG kontrolliert die Luftsicherheitskontrollkraft die Mitarbeiter, das aufgegebene Gepäck und die Post.