Job am Flughafen

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Die Luftsicherheit wird sowohl am Boden als auch in der Luft buchstäblich großgeschrieben. Nach § 8 LuftSiG, des Luftsicherheitsgesetzes „ist der Betreiber eines Flugplatzes zum Schützen des Flughafenbetriebs vor Angriffen auf die Sicherheit des Luftverkehrs verpflichtet“. Betreiber des internationalen Groß- und Verkehrsflughafens München ist die Flughafen München GmbH, zusammen mit ihren Beteiligungs- und Tochtergesellschaften.

Diese Aufgabe wird der Luftsicherheitskontrollkraft am Flughafen München überantwortet. Wie der Begriff deutlich macht, üben die weiblichen und männlichen Luftsicherheitskontrollkräfte bzw. Kontrollkräfte für Personal und mitgeführte Gegenstände, wie die offizielle Berufsbezeichnung lautet, eine ständige Kontrolle auf dem gesamten Flughafengelände aus. Kontrolliert werden Menschen und Objekte; vom Besucher über den Fluggast, das Boden- und das Kabinenpersonal bis hin zu den Mitarbeitern der auf dem Flughafengelände vertretenen Unternehmen. Damit soll und muss das Ziel erreicht werden, dass der Flughafenbetreiber das gesamte Geschehen direkt und mittelbar unter Kontrolle hat.

Kombinierte Grund- und Fachausbildung zur Luftsicherheitskontrollkraft

Luftsicherheitskontrolle ist eine Aufgabe, die in den Bereich der Bundespolizei fällt. Diese delegiert bestimmte Tätigkeiten und Verantwortlichkeiten an Unternehmen der Privatwirtschaft. Dort wird die Luftsicherheitskontrollkraft beschäftigt und angestellt – wenn nach drei dreimonatiger Ausbildung die theoretisch-praktische Prüfung erfolgreich bestanden ist. Geschult wird in den beiden Abschnitten Grundausbildung und Fachausbildung.

Wichtige Lehrinhalte sind

  • Personen-, Personal-, Sach- und Objektkontrolle
  • Kontrolle von Fluggepäck und Luftfracht, von Post- und Dokumentensendungen
  • Qualitätskontrollen auf nationalem, internationalem sowie gemeinschaftlichem Sektor
  • verschiedenartige Kontrolltechniken für unterschiedliche Fracht- und Postsendungen
  • Organisation und Struktur der Luftsicherheit am Flughafen Franz Josef Strauß sowie international

Nicht jeder Interessent ist für diesen anspruchsvollen Job geeignet, nicht jeder wird zugelassen, und auch nicht jeder besteht die Prüfung nach der Ausbildung zur Luftsicherheitskontrollkraft. Wie es heißt, wird in jedem Abschnitt stark gesiebt.

Zu den wichtigen Zulassungsvoraussetzungen gehören

  • die passende Persönlichkeitsstruktur mit Zuverlässigkeit, Teamfähigkeit und sozialer Kompetenz
  • das Beherrschen der hochdeutschen Sprache sowie gute Englischkenntnisse
  • eine ausgeprägte körperliche Fitness sowie psychische Belastbarkeit
  • der einwandfreie Leumund mit polizeilichem Führungszeugnis sowie mit Schufa-Selbstauskunft ohne Einträge
  • das insgesamt gepflegte Erscheinungsbild mit einer positiven Einstellung zu dem Job

Vielfältige Einsatzbereiche auf dem Münchener Airport Franz Josef Strauß

Die Arbeit an einem internationalen Airport, wie dem Münchener Flughafen, ist deutlich anspruchsvoller als an einem Regionalflughafen. Immerhin muss ein großes Flughafenareal mit den dazugehörigen Flugbahnen, mit Immobilien sowie mit der gesamten Infrastruktur und Motorik regelmäßig kontrolliert werden. Dazu bedarf es eines eingespielten Kontrollteams, das flexibel einsetz- und verwendbar ist.

Typische Einsatzgebiete hier am Münchener Flughafen sind:

  • klassische Bewachungstätigkeiten mit Objektschutz, Streifendienst und Festposten
  • Schleppen von Flugzeugen, im Fachjargon Push-Back genannt
  • Parkplatz- und Parkraumbewirtschaftung auf dem Flughafengelände
  • Personen-, Gepäck- und Personalkontrolle
  • Fahrzeugüberprüfung
  • Kontrolle von Bordvorräten im Flugzeug sowie deren Versiegelung
  • Fluggasttransport vom Terminal zum Flugzeug hin und umgekehrt
  • Fahrdienste verschiedenster Art auf dem Roll- und dem Flugvorfeld
  • Line-Management mit Ordnen und Zuführen zur Sicherheitskontrolle respektive zum Check-in
  • und anderes mehr, entsprechend den Vorgaben der geltenden EU-Richtlinie

Berufschancen im krisensicheren Job als Luftsicherheitskontrollkraft

Je mehr Passagiere am Flughafen München ankommen und abfliegen, und je mehr Frachtgut abgefertigt wird, desto mehr muss tagtäglich, quasi im Stundentakt kontrolliert werden. Diese Kontrollaufgaben sind hierarchisch strukturiert. Das hat für die Luftsicherheitskontrollkraft je nach Arbeitgeber gute bis sehr gute Aufstiegschancen zur Folge. Um beruflich weiterzukommen, ist das erfolgreiche Absolvieren von Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen eine Voraussetzung. Zu den nächsthöheren Positionen oberhalb der Luftsicherheitskontrollkraft gehören diejenigen als Schichtleiter oder als Supervisor, und dann über den Bereichs- bis hin zum Betriebsleiter. Dieser berufliche Aufstieg ist gleichbedeutend mit mehr Kompetenz, mehr Verantwortung und mehr Gehalt. Darüber hinaus wird das berufliche Standing gefestigt, was sich bei einem Arbeitgeberwechsel immer positiv auswirkt.

Wissenswertes über den Flughafen Franz Josef Strauß in München

Mit seinem Areal von etwa 1.700 Hektar ist München Airport der deutschlandweit zweitgrößte Flughafen. Er liegt 30 Kilometer von der Münchener Innenstadt entfernt und ist sowohl mit dem Straßen- als auch mit dem Schienenverkehr bestens erreichbar. Die PAX-Kapazität beträgt jährlich 43 Mio. Fluggäste und wird zum Ende der 2010er-Jahre hin bereits deutlich überschritten. Eine dritte Flugbahn ist seit mehreren Jahren geplant. Die Airport City zählt mehr als 35.000 Beschäftigte, die es ebenfalls zu kontrollieren gilt.

Anhand dieser Kennzahlen wird deutlich, wie hoch das Sicherheitsbedürfnis sowie die damit verbundene Verantwortung einer Luftsicherheitskontrollkraft am Flughafen München ist.