Job am Flughafen

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Die Sicherheitskontrolle ist ganz allgemein eine Personenüberprüfung aus bestimmtem, konkretem Anlass. Als Luftsicherheit wird im zivilen Flugverkehr das Abwehren von äußeren Gefahren bezeichnet. Zu denen gehören Sabotageakte, Flugzeugentführungen, Geiselnahmen sowie jegliche Eingriffe in die Luftsicherheit. Diese umfassende Luftsicherheitskontrolle findet an jedem Airport weltweit statt, so auch am Flughafen Halle-Leipzig, dem Leipzig/Halle Airport. Der Flughafen auf etwa halber Strecke zwischen den beiden Großstädten Leipzig in Sachsen und Halle in Sachsen-Anhang umfasst ein Areal von 1.400 Hektar. In der Flughafen-City sind in allen Branchen etwa 6.500 Mitarbeiter beschäftigt, darunter auch Luftsicherheitskontrollkräfte. Die weibliche oder männliche Luftsicherheitskontrollkraft am Flughafen Leipzig-Halle sorgt, bildlich gesprochen, für die nötige Sicherheit in allen Bereichen des Flughafens.

Ausbildung und Umschulung auf wenige Monate begrenzt

Während die Arbeit des Luftsicherheitsassistenten auf das Kontrollieren von Fluggästen beschränkt ist, erstreckt sich die der Luftsicherheitskontrollkraft (offiziell: Kontrollkraft für Personal und mitgeführte Gegenstände) darüber hinaus auf das gesamte Flug- und Flughafenpersonal sowie auf mitgeführte Gegenstände. Im Alltag bestehen Möglichkeit und Kompetenz, zu jeder Zeit alles und jeden kontrollieren zu können beziehungsweise zu müssen. Um das zu entscheiden und umzusetzen, sind viel Können, Wissen nebst Geschick in Theorie und Praxis gefordert. Die Ausbildungszeit ist in die zwei Bereiche Grund- und Fachausbildung aufgeteilt. Eine umfassende Kenntnis aller relevanten Rechtsvorschriften mit Gesetzgebung und Rechtsprechung ist ebenso wichtig wie das Identifizieren und Erkennen verbotener, gefährlicher Gegenstände. Je nach Gefährdungsart muss das Bedienen der infrage kommenden Sicherheitsausrüstung aus dem FF beherrscht werden. Angezeigte Röntgenbilder müssen richtig gelesen, analysiert und gedeutet werden können. Speziell geschult werden unterschiedliche Methoden zur Identifizierung verbotener Gegenstände und Substanzen.

Von der Luftsicherheitskontrollkraft wird die situationsgerechte, sprich richtige Reaktion bei einem sicherheitsrelevanten Zwischenfall erwartet. Die jeweiligen Kontrolltechniken für Personen-, Frachtgut- sowie für die Dokumentenkontrolle werden ausgiebig geschult und praktisch angewendet. Mit einem Satz zusammengefasst: von der ausgebildeten Luftsicherheitskontrollkraft wird ein Höchstmaß an Sicherheit auf dem gesamten Airportgelände Leipzig/Halle erwartet. Die Tätigkeit wird im Auftrag und in enger Abstimmung mit der Bundespolizei ausgeübt. Im Anschluss an die dreimonatige Ausbildung zur Luftsicherheitskontrollkraft werden die erworbenen Kenntnisse in der schriftlich-mündlichen Prüfung nachgewiesen und mit einer amtlichen Befähigungsurkunde bestätigt. Danach beginnt die Arbeit mit dem Kontrollieren von Personen, Objekten und Gegenständen.

Vielfältige Arbeitsbereiche am Leipzig/Halle Airport

Die von einer Kontrollkraft für Personal und mitgeführte Gegenstände erwartete Flexibilität zeigt sich auch in der Vielfalt an Arbeits- und Einsatzmöglichkeiten. Das Spektrum reicht von der bekannten klassischen Bewachungstätigkeit über Diebstahlsicherung, eine genaue Personen-, Gepäck- und Dokumentenkontrolle bis hin zum Objektschutz, zu Kontrollgängen, zu Streifen- und Festposten sowie zur Alarmverfolgung. Die berufserfahrene Luftsicherheitskontrollkraft wird auf dem Flugfeld zur Flugzeugeinweisung, zum Flugzeugschleppen sowie für weitere Groundhandler-Arbeiten eingesetzt. Bei der Größe des Leipzig/Halle Airports ist auch die Parkplatzbewirtschaftung für Pkw und Nutzfahrzeuge denkbar. Letztendlich wird die Luftsicherheitskontrollkraft am Flughafen Leipzig-Halle zur Passagierkontrolle an dem Übergang vom Besucher- zum Sicherheitsbereich eingesetzt. Die ebenso umfassende wie vielseitige Ausbildung macht eine Verwendbarkeit in allen sicherheitsrelevanten Situationen ermöglichen.

Beruflicher Aufstieg mit Fort- und Weiterbildung

Rechtsgrundlage für Ausbildung und Berufsausübung ist das Luftsicherheitsgesetz LuftSiG. Die Luftsicherheitskontrollkraft hat die Möglichkeit, sich im Rahmen von Weiterbildungen auf einzelne Kontrollgebiete zu spezialisieren. Zu denen gehören gemäß § 8 LuftSiG Personen- und Warenkontrolle sowie Fahrzeugüberprüfung, oder nach § 9 die Kontrolle von ein- und ausgehenden Post- sowie Frachtsendungen. Weitere Aufgaben mit Qualifikationsstatus sind sämtliche Fahr- und Transferdienste auf dem Rollfeld und auf dem Flugvorfeld, Beratungstätigkeiten für Fluggesellschaften oder Frachtkontrollen auf der Suche nach Waffen-, Sprengstoff- sowie Drogenlieferungen in enger Kooperation mit der Bundespolizei und anderen Behörden.

Ein nächster Schritt auf der Karriereleiter einer Kontrollkraft für Personal und mitgeführte Gegenstände ist der Luftsicherheitsbeauftragte, abgekürzt LSB. Eine der Zugangsvoraussetzungen ist die nach dem LuftSiG sowie nach der Luftsicherheitsschulungsverordnung anerkannte Weiterbildung auf Grundlage der bisherigen Kenntnisse. Die Kompetenzen des LSB können als nochmals deutlich weitergehender und übergeordneter bezeichnet werden als die der Luftsicherheitskontrollkraft. Große Verkehrsflughäfen wie der Leipzig/Halle Airport sind hierarchisch aufgebaut; daran orientiert sich auch die personelle Struktur sämtlicher Mitarbeiter. Aufgaben- und Verantwortungsbereiche sind klar definiert sowie deutlich voneinander abgegrenzt.

Vor diesem Hintergrund ist es für die Luftsicherheitskontrollkraft am Flughafen Leipzig-Halle durchaus interessant, die nächste Beförderung schon bei Beginn der Berufstätigkeit fest ins Auge zu fassen.