Job am Flughafen

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Die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH, in der Kurzfassung FBB, ist Betreiber des Berliner Flughafens Schönefeld. Über die Tochtergesellschaft BFG, Berliner Flughafen Gesellschaft mbH wird der Verkehrsflughafen Tegel betrieben. Und sobald der Berliner Großflughafen BBA, Berlin Brandenburg Airport mit der Zusatzbezeichnung Willy Brandt endgültig fertiggestellt ist, wird auch der von der FFB betrieben. Wer als Luftsicherheitskontrollkraft am Flughafen Berlin arbeitet, der kann momentan zwischen den zwei Optionen Schönefeld und Tegel wählen; oder umgekehrt gesagt, der muss damit rechnen, seinen Job mal in Tegel und mal in Schönefeld auszuüben. Näheres dazu wird in dem Anstellungsvertrag geregelt, der mit der weiblichen beziehungsweise männlichen Luftsicherheitskontrollkraft (offizielle Bezeichnung: Kontrollkraft für Personal und mitgeführte Gegenstände) abgeschlossen wird.

Tegel sowie Schönefeld sind internationale Verkehrsflughäfen, und der zukünftige Airport Willy Brandt wird es ohnehin sein. Dementsprechend umfangreich und vielfältig sind Jobs am Berlin Flughafen. An jedem von ihnen herrscht durchgängig die stimmungsvolle Atmosphäre eines Mix aus Urlaubserwartung und quirligem Business. Der Drang hinaus in die Welt in andere Länder und Kontinente ist immer und überall zu verspüren.

Ausbildungs- und Umschulungsinhalte zur Luftsicherheitskontrollkraft

Das Arbeitsgebiet der Luftsicherheitskontrollkraft ist anspruchsvoll; es erfordert Konzentration, Knowhow, Aufmerksamkeit und Wachsamkeit. Die dreimonatige Ausbildung beziehungsweise Umschulung hat Schwerpunkte sowohl in Theorie als auch in Praxis. Vermittelt werden in dieser relativ kurzen Zeit sowohl umfassendes Fachwissen als auch spezielle Qualifikationen. Rechtsgrundlage für den Job ist das Luftsicherheitsgesetz LuftSiG. Hier wird in die verschiedenen Tätigkeitsfelder unterteilt, und zwar in

  • Passagier- und Reisegepäckkontrolle gemäß § 5 LuftSiG
  • Waren- und Personalkontrolle gemäß § 8 LuftSiG
  • Post-, Fracht- und Dokumentenkontrolle gemäß § 9 LuftSiG

Eine Auswahl der Ausbildungsinhalte macht deutlich, dass es sich hier um keinen Nullachtfünfzehn-Job handelt. Im Anschluss an die Ausbildung zur Luftsicherheitskontrollkraft folgt eine kombinierte theoretisch-schriftliche Prüfung. Bestätigt wird sie mit einem offiziellen Zertifikat, vergleichbar mit einer amtlichen Urkunde. Während der Ausbildung werden umfangreiche Kenntnisse in den folgenden Bereichen vermittelt:

  • Rechtsvorschriften der nationalen sowie internationalen Luftsicherheit
  • Methoden zur Identifizierung verbotener Gegenstände und Substanzen
  • Angemessene Reaktion auf sicherheitsrelevante Ereignisse
  • Suchen und Auffinden von verbotenen Materialien sowie Gegenständen
  • Bedienen der im Einzelfall zu verwendenden Sicherheitsausrüstung
  • Ausgeprägte Fertigkeit zum Lesen und Interpretieren von Röntgenbildern
  • Nationale, internationale, gemeinschaftliche sowie interne Qualitätskontrollen
  • Kenntnisse über aktuelle Bedrohungen sowie über frühere sicherheitsrelevante Ereignisse innerhalb der Luftsicherheit seit der Jahrausendwende
  • und anderes mehr

Joballtag als Luftsicherheitskontrollkraft an den Berliner Airports

Die Aufgaben einer Luftsicherheitskontrollkraft am Flughafen Berlin umfassen vorwiegend folgende Arbeiten:

  • Parkplatzbewirtschaftung für Personal, Fluggäste, Abholer, Besucher, Gewerbe sowie Unternehmen
  • Einweisung von Flugzeugen auf dem Rollfeld
  • VIP-Services für Passagiere wie Orientierungshilfe, schnelleres Check-in oder Gepäckannahme
  • Abgabe des Reisegepäcks beim Check-in
  • Orientierungshilfe sowie Begrüßung der Fluggäste in ihrer Landessprache
  • Diebstahlsicherung und Verfolgung von Alarmsignalen als klassische Bewachungstätigkeit
  • Push-Back als das Schleppen von Flugzeugen
  • Beratung von Fluggesellschaften zu Luftfracht, Post, Dokumenten und anderen Sendungen oder Transporten
  • Datenerfassung von Passagieren sowie Profiling von Aufenthaltsberechtigung und Reiseabsicht
  • Line-Management als Zuführung zur Sicherheitskontrolle oder zum Check-in
  • Annahme von Sperrgepäck
  • und anderes mehr

Beste Möglichkeiten für den Berufsaufstieg an den Berliner Flughäfen

Zu den Arbeitgebern der Luftsicherheitskontrollkraft gehören in erster Linie die Sicherheitsdienste; darüber hinaus der Flughafenbetreiber mit seinen Tochter- und Beteiligungsgesellschaften sowie die an den Berliner Airports ansässigen Fluggesellschaften. Jeder Arbeitgeber hat seine eigene Firmenhierarchie. Alle Aus- und Fortbildungsinhalte für die Luftsicherheitskontrollkraft werden vom BMI, dem Bundesministerium des Innern vorgegeben. Innerhalb dieser Berufsgruppe reicht das Spektrum von der „einfachen“ Kontrollkraft für Personal und mitgeführte Gegenstände über den Gruppen- und den Schichtleiter bis zum Supervisor sowie zum Betriebsleiter. Darüber hinaus besteht die Gelegenheit, sich auf bestimmte Sachgebiete innerhalb der Luftsicherheitskontrolle zu spezialisieren, bis hin zum Ausbilder zukünftiger Luftsicherheitsassistenten und Luftsicherheitskontrollkräfte.

An den Berliner Airports kann von einer hohen Jobsicherheit ausgegangen werden. Kontrolliert wird buchstäblich immer und überall. Mit zunehmendem Passagier- und Luftfrachtaufkommen steigt auch die Notwendigkeit zur genaueren sowie umfassenderen Kontrolle. Das geht auch, aber keineswegs nur maschinell, sondern ganz überwiegend mit Menschen. Die kontrollieren selbst und bedienen hochentwickelte Kontrollgeräte. Für die zivile Luftfahrt haben die Sicherheit der Fluggäste sowie der sichere Betriebsablauf am Flughafen absolut oberste Priorität.