Job am Flughafen

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Die beliebteste und schnellste Art zu reisen, ist das Fliegen. Flugreisen sind jedoch nicht ungefährlich und der Schutz der Flugpassagiere ist das wichtigste Anliegen von den offiziellen Stellen, den Betreibern von Flughäfen und den Verantwortlichen der Fluglinien. Qualifiziertes und verantwortungsvolles Personal ist notwendig, um die gestellten Bestrebungen bestmöglich erfüllen zu können. Der Luftsicherheitsassistent bzw. die Luftsicherheitsassistentin ist zu diesem Zweck im Bereich der Security tätig. Sie kommen grundsätzlich bei Sicherheitskontrollen auf Flughäfen zum Einsatz. Die üblichen Bereiche der Beschäftigungsmöglichkeiten für Luftsicherheitsassistenten sind:

  • Fluggesellschaften
  • Flughäfen
  • Bodenabfertigung

Der Luftsicherheitsassistent ist in der Regel für die Gefahrenabwehr am Flughafengelände zuständig. Es ergeben sich vielfältige Berufschancen, zumal in Zeiten des weltweiten Terrorismus und den daraus für den Luftverkehr resultierenden Bedrohungen der Fokus ganz stark auf die Sicherheit gerichtet ist. Luftsicherheitsassistenten kontrollieren vor allem Personen, die sich unmittelbar vor der Abreise in die Nähe des Flugzeuges einfinden. Es gilt auch gefährliche Gegenstände und Gefahrenstoffe zu identifizieren, wie Sprengstoff, Drogen oder Waffen. Der Luftsicherheitsassistent muss wissen, wie er zu reagieren hat, bei einem Ernstfall sind ein wohlüberlegtes Handeln und ein souveränes Auftreten erforderlich. Ein Sicherheitsprofi muss freundlich und kundenorientiert mit den Passagieren umgehen.

Inhalte der Umschulung und Ausbildung

Bei der Qualifizierung von Luftsicherheitsassistenten gelten aufgrund der großen Verantwortung verschiedene gesetzliche Bestimmungen. Die Qualifizierung erfolgt gemäß § 5 des Luftsicherheitsgesetztes. Die Inhalte der Weiterbildungsmaßnahme bzw. Umschulung sind:

  • Sicherheitsvorschriften auf dem Flughafen kennen und verinnerlichen
  • Kenntnisse im Bereich der Sprengstoff- und Waffenkunde
  • Einblick in die Sicherheit am Flughafengelände und während des Fliegens
  • Erlernen einer ordnungsgemäßen Durchführung von Personenkontrollen
  • Organisation der Luftsicherheit und der Luftfahrt kennenlernen
  • Sicherheitssysteme und Zugangskontrollen
  • Schulung für den Umgang mit Fluggästen
  • Kennenlernen der Kontrollabläufe
  • Röntgenbilder richtig und schnell analysieren
  • Rechtlichen Grundlagen
  • Sicherheit von Gepäck und Fracht richtig überprüfen
  • Das Beherrschen einer adäquaten Kommunikation ist ein weiterer zentraler Inhalt der Umschulung.

Die entsprechend gut ausgebildeten Absolventen der Umschulung sind für den Job als Sicherheitskraft bestens gerüstet. Die Lehrgangsinhalte der Umschulung richten sich streng nach dem vom Bundesministerium erlassenen Musterlehrplan. Gemäß dem § 7 LuftSiG muss der Anwerber für den Job als Luftsicherheitsassistent den Nachweis der Zuverlässigkeit vor dem Beginn des Lehrganges erbringen. Zudem muss eine arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung rechtzeitig erfolgen.

Dauer der Umschulung

Die Dauer der Luftsicherheitsassistenten-Umschulung ist meist vom Konzept des betreffenden Anbieters und von der Lehrgangsform abhängig. Die Dauer der Qualifizierung, die als Vorbereitung für die behördliche Prüfung dient, dauert 12 Wochen. Die Zeit, sich als Luftsicherheitsassistent/in zu qualifizieren, ist somit überschaubar.

Voraussetzungen zur Teilnahme an einer Umschulung

Der § 7 des Luftsicherheitsgesetzes legt fest, dass für Luftsicherheitsassistenten gewisse Zuverlässigkeitskriterien erfüllt werden müssen. Geeignete Bewerber sind all jene, die bereits im Sicherheitsbereich erfolgreich tätig waren. Erfahrungen, die der Bewerber bei der Polizei oder als Personenschützer gesammelt hat, stellen eine gute Basis dar, sich als Luftsicherheitsassistent ausbilden zu lassen. Gesetzlich vorgeschriebene Voraussetzungen, die erfüllt werden müssen, sind:

  • Mindestens Hauptschulabschluss
  • Abgeschlossene Berufsausbildung oder mehrjährige Berufserfahrung bei einem Arbeitgeber
  • Das Mindestalter von 21 Jahren
  • Die körperliche Eignung – Fitness, Belastbarkeit und Tauglichkeit im physischen und psychischen Sinne (Ausschluss von Epilepsie und Diabetes).
  • Ein gesundes Farbsehvermögen
  • Die Bereitschaft zum Schichtdienst – Flexibilität.
  • Motivation und Begeisterung für den Job sind wünschenswert.
  • Ein einwandfreier Leumund
  • Ein positives polizeiliches Führungszeugnis ohne Eintragung
  • Eine gute Teamfähigkeit

Dieses Anforderungsprofil muss erfüllt werden, um an der Umschulung als Luftsicherheitsassistent teilnehmen zu können.

Tätigkeitsbereich bzw. Beschreibung der täglichen Arbeit

Der Aufgabenbereich der Luftsicherheitsassistenten gemäß dem § 5 LuftSiG ist die Kontrolle von Fluggästen und deren Reise- und Handgepäck.

Die Fluggäste werden nicht nur mit der Handsonde (Metalldetektor), sondern auch genau mit der Hand kontrolliert. Mittels der Röntgentechnik erfolgt die Kontrolle des Handgepäcks.

Die Aufgabe eines Luftsicherheitsassistenten bringt große Verantwortung mit sich, zumal bei jeder Kontrollart nach Gefahrgütern wie giftigen, ätzenden Stoffen, brennbaren Flüssigkeiten, Bomben und Waffen jeglicher Art gesucht wird.

Im Bereich der Flughafensecurity dreht sich alles um ein höchstes Maß an Schutz und Sicherheit.

Zukunftsaussichten

Die Sicherheitsbestimmungen ändern sich permanent und werden stets aufs Neue dem aktuellen Standard angepasst. Der Bedarf an qualifiziertem Sicherheitspersonal ist somit ständig gegeben. Lernfähige und gut motivierte Menschen haben im Bereich der Luftsicherheitsassistenz gute Chancen auf Weiterbildung. Der Wille zur Weiterentwicklung ist wichtig. Die Arbeit als Luftsicherheitsassistent/in garantiert leistungsgerechte und tarifliche Bezahlung. Interessante Aufgabengebiete und ein zukunftsorientierter und gesicherter Arbeitsplatz versprechen durchaus gute Zukunftsaussichten. Es gibt Möglichkeiten, in der Hierarchie aufzusteigen, aber das ist meist unternehmensabhängig. Vom Luftsicherheitsassistenten kann man sich zum Schichtleiter (Supervisor), dann zum Bereichsleiter bis hin zur Betriebsleitung qualifizieren. Der Beruf ist abwechslungsreich und interessant.

Was besagt der § 5 LuftSiG?

Der § 5 LuftSiG deckt alle notwendigen Sicherheitsmaßnahmen für die Passagiere und deren Gepäck ab. Die Bundespolizei kommt hier als Aufsichtsbehörde zum Einsatz. Die Ordnungshüter sind am Boden bei den Sicherheitskontrollen am Terminal tätig. Personen, die den Sicherheitsbereich betreten haben oder ihn betreten wollen, können von der Luftsicherheitsbehörde gemäß dem § 5 LuftSiG durchsucht und überprüft werden. Die besonderen Befugnisse der Luftsicherheitsbehörde erlauben es auch Gegenstände, die in den Sicherheitsbereich des Flughafens gelangt sind oder dorthin gelangen wollen, zu durchsuchen und zu überprüfen. Die Sicherheitsbereiche werden bestreift und gefährdete Flugzeuge werden durch bewaffnete Standposten gesichert. Die Luftsicherheitsbehörde kann Mitarbeiter der Flugzeugbetreiber, Fluggäste, Luftfahrtunternehmen sowie sonstige Personen anhalten, kontrollieren und aus dem Bereich verweisen, sobald sie die Luftseite des Flugplatzes erreicht haben oder erreichen wollen.

Was ist der Unterschied zwischen Luftsicherheitsassistent nach § 5 LuftSiG und einer Luftsicherheitskontrollkraft nach § 8 LuftSiG?

Beim § 5 LuftSiG kontrolliert der Luftsicherheitsassistent ausschließlich die Passagiere und deren Handgepäck. Nur beim § 5 des Luftsicherheitsgesetzes hat der Luftsicherheitsassistent eine Beleihung, das heißt, er kann die Passagiere durchsuchen. Dies darf ansonsten in Deutschland nur die Polizei. Beim § 8 kontrolliert die Kontrollkraft für Personal und mitgeführte Gegenstände (Luftsicherheitskontrollkraft) das Flughafenpersonal und deren mitgeführte Gegenstände.