Job am Flughafen

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Zu den Jobs mit einer gesicherten Zukunft gehört der des Luftsicherheitsassistenten, in der Kurzfassung LuftAss genannt. Die Sicherheit wird an jedem Verkehrsflughafen buchstäblich großgeschrieben, und so natürlich auch in der bayerischen Landeshauptstadt. Mit der stetig steigenden Zahl an Flugpassagieren und Flugbewegungen steigt in demselben Verhältnis auch der Aufwand zur Aufrechterhaltung des Sicherheitsbedürfnises. Jeder Fluggast muss von einem Luftsischerheitsassistenen am Flughafen München einzeln kontrolliert, in dem Sinne daraufhin gecheckt werden, dass er keine sicherheitsgefährdenden Gegenstände, Flüssigkeiten oder andere Substanzen bei sich führt. Dasselbe gilt für Reisegepäck als Handgepäck sowie für das aufgegebene Fluggepäck.

Mit einem Satz gesagt: der LuftAss wird hier am Flughafen München so dringend gebraucht wie selten zuvor. Der Weg zu diesem Job ist nicht einfach, aber dennoch sehr lohnenswert. Dem LuftAss „winkt“ nach erfolgreicher Prüfung der krisensichere Job in einem Umfeld mit internationalem Flair, in dem die Arbeit ausgesprochen interessant und eine täglich neue Herausforderung ist. Der Beruf am Menschen ist von Fluggast zu Fluggast derselbe und trotzdem unterschiedlich, weil jeder von ihnen anders als sein Vorgänger ist.

Ausbildung und Umschulung zum LuftAss

Rechtsgrundlage für die Berufstätigkeit als LuftAss und somit auch für die Ausbildung ist § 5 LuftSiG, des Luftsicherheitsgesetzes aus Mitte der 2000er-Jahre. Der Jobbewerber muss, wie es formuliert wird, berufstauglich sowie berufsgeeignet sein und einige persönliche Voraussetzungen mitbringen. Zu denen gehören gemäß § 7 LuftSiG solche Zuverlässigkeitskriterien wie

  • mindestens erfolgreicher Hauptschulabschluss
  • abgeschlossene Berufsausbildung sowie mehrjährige Ausübung des erlernten Berufes
  • physische sowie psychische Eignung für diesen anspruchsvollen Job
  • gesundes, überdurchschnittlich gutes Farbsehvermögen
  • sehr guter Leumund nebst polizeilichem Führungszeugnis ohne Eintragung sowie positiver Schufa-Selbstauskunft
  • Bereitschaft zum Wechselschichtdienst sowie zur Berufstätigkeit am Wochenende, an Sonn- und Feiertagen
  • Teamfähigkeit, soziale Kompetenz sowie weitere persönliche Eigenschaften, die für den Kontakt mit „Menschen aus aller Herren Länder“ geeignet beziehungsweise notwendig sind

Die Ausbildung zum LuftAss, im Einzelfall auch als Umschulung bezeichnet, umfasst insgesamt 160 Unterrichtseinheiten und erstreckt sich in der Regel auf den Zeitraum von drei Monaten.

Wichtige Ausbildungsinhalte sind

  • fundierte Kenntnisse über alle Sicherheitsvorschriften am Flughafen München
  • sehr gute Kenntnisse in der Waffen-, Sprengstoff- und Drogenkunde
  • sehr gute Kenntnis einer Personenkontrolle mit Handabtasten sowie mit Metalldetektor
  • Schulung im Umgang mit Fluggästen
  • Kenntnisse über die verschiedenartigen Kontrollabläufe
  • schnelle sowie richtige Analyse von Röntgenbildern s/w und farbig
  • Sicherheitsüberprüfung von Reise- und von Fluggepäck
  • ...

Aufgaben und Arbeitsalltag des LuftAss

Der tägliche Arbeitsplatz des LuftAss ist die Schwelle vom unbewachten zum bewachten Abflugbereich innerhalb der Abflughalle. Bevor die Passagiere zu ihrem Gate gelangen, müssen sie, wie es heißt, durch die vom LuftAss kontrollierte Sicherheitsschleuse. Hier wird jeder einzelne Fluggast mitsamt seinem mitgebrachten Hand-/Reisegepäck kontrolliert. Das muss äußerst genau sowie gewissenhaft geschehen; denn wer diesen Kontrollpunkt passiert hat, der wird ohne besonderen Anlass kein zweites Mal kontrolliert. Oder andersrum formuliert, der kann unkontrolliert sein Flugzeug besteigen. Die Personenkontrolle erfolgt in jedem Einzelfall per Hand sowie mit der Handsonde. Zeitgleich wird auf dem Transportband nebenan das Handgepäck mit einem modernen Röntgengerät durchleuchtet. Der LuftAss übt seinen Job im Auftrage und stellvertretend für die dafür zuständige Bundespolizei aus.

Berufliches Fortkommen als LuftAss

Die Berufsbezeichnung Luftsicherheitsassistent ist ein in sich abgeschlossener, in dem Sinne abgerundeter Job. Der LuftAss hat die Möglichkeit, sich innerhalb dieses Jobs weiterzubilden und, wie man sagt, für höhere Aufgaben zu qualifizieren. Die jeweilige Jobhierarchie ist von Unternehmen zu Unternehmen, von Arbeitgeber zu Arbeitgeber durchaus unterschiedlich. Zu den Stufen auf der Karriereleiter gehören solche Berufsbilder wie Schichtleiter, Supervisor, Bereichsleiter oder auch Betriebsleiter. Dabei handelt es sich immer und in jeder Hierarchiestufe um die Sicherheit an der Schnittstelle hier am Flughafen München, an der die Fluggäste die Schwelle zum Sicherheitsbereich überschreiten.

Nach erfolgreicher Prüfung sind mit Aushändigung einer amtlichen Urkunde alle Voraussetzungen erfüllt, um als Luftsicherheitsassistent am Flughafen München arbeiten zu können. Zu den Arbeitgebern gehören neben dem Flughafenbetreiber und dessen Gesellschaften auch Fluggesellschaften sowie Security-Unternehmen als Kooperationspartner.

Wissenswertes über den Flughafen München

Der Flughafen München mit dem Zusatz „Franz Josef Strauß“ ist einer der deutschland- und europaweit größten Airports für den zivilen Flugverkehr. Das über 1.600 Hektar große Flughafengelände liegt etwa 30 Kilometer von der Münchener Innenstadt entfernt. Jährlich werden rund 46 Mio. Passagiere, wie es fachsprach heißt abgefertigt. In der Airport City sind in allen Branchen und Bereichen knapp 40.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt; unter ihnen mehrere Tausend beim Betreiber Flughafen München GmbH nebst dessen Tochter- und Beteiligungsgesellschaften.