Job am Flughafen

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Am nordrhein-westfälischen Flughafen Köln/Bonn besteht auch deswegen ein überdurchschnittlich hohes Sicherheitsbedürfnis, weil auf dem gut 1.000 Hektar großen Flughafenareal die Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung beheimatet ist. Somit sind auch das Militär beziehungsweise die Bundeswehr am Flughafen vertreten. Für die Sicherheit sorgen unter anderem die Berufsbilder Kontrollkraft für Personal und mitgeführte Gegenstände (kurz: Luftsicherheitskontrollkraft) sowie der Luftsicherheitsassistent am Flughafen Köln/Bonn (kurz: LuftAss).

Der internationale Verkehrsflughafen liegt etwa auf halber Strecke zwischen der Millionenstadt Köln und der ehemaligen Bundeshauptstadt Bonn. Gemessen am Passagieraufkommen gehört der internationale Airport zu den deutschlandweit acht größten Verkehrsflughäfen für die zivile Luftfahrt. Im Frachtverkehr ist Köln/Bonn das Flugdrehkreuz für die US-amerikanischen Logistikunternehmen FedEx und UPS Airlines.

Die Ausbildung zum Luftsicherheitsassistenten

Diese Ausbildung beziehungsweise Umschulung zum LuftAss entspricht mit ihrem Inhalt der verantwortungsvollen Tätigkeit, die der Job beinhaltet und mit sich bringt. Rechtsgrundlage für diesen Bereich der Luftsicherheit sind die §§ 5 und 7 des Luftsicherheitsgesetzes LuftSiG. Dort ist näher definiert, was vom LuftAss erwartet wird, was er können, und welche Voraussetzungen er mitbringen muss. Die werden als Zulassungskriterien bezeichnet und sind die Vorbedingung dafür, um für die dreimonatige Schulung zugelassen zu werden.

Einige dieser Zulassungskriterien sind

  • die Rechts- und Geschäftsfähigkeit sowie das Mindestalter von 21 Jahren
  • der erfolgreiche Hauptabschluss als untere Schulstufe, besser jedoch Realschule bis Abitur
  • eine abgeschlossene Berufsausbildung nebst der mehrjährigen Ausübung des erlernten Berufes
  • das Beherrschen der hochdeutschen Sprache in Wort und Schrift
  • die Bereitschaft zum Arbeiten in Wechselschicht sowie sonn- und feiertags
  • eine ausgeprägte Team- und Kommunikationsfähigkeit
  • die integere Persönlichkeit mit sehr gutem Leumund, mit polizeilichem Führungszeugnis ohne Eintrag sowie mit einer Schufa-Selbstauskunft ohne Negativeintragungen

Die dreimonatige Ausbildungszeit ist mit Theorie und Praxis dual gestaltet. Zu den Lehrinhalten gehören

  • fundierte Kenntnisse über Drogen, Sprengstoff, Waffen sowie gefährdende Flüssigkeiten
  • Schulung und Vorbereitung auf das Kontrollieren sowie auf den Umgang als solchen mit internationalen Fluggästen
  • gründliche Kenntnisse über die wichtigen Kontrollabläufe am Köln Bonn Airport
  • das Lesen und Analysieren von farbigen sowie von schwarz-weißen Röntgenbildern
  • fundierte Kenntnisse über die Sicherheitsvorschriften am, auf dem und für den Flughafen Köln/Bonn
  • Rechtskunde zum Luftsicherheitsgesetz sowie Gesetzgebung und Rechtsprechung für die Luftsicherheit
  • weitere, teilweise detaillierte Inhalte nach dem Musterlehrplan des Bundesministerium des Innern BMI

Das Aufgabengebiet des Luftsicherheitsassistenten

Der Einsatz des LuftAss erfolgt immer und ausschließlich dort, wo die Passagiere erst- und einmalig kontrolliert werden. Das ist die Sicherheitsschleuse am Übergang in der Abflughalle hin zu dem Sicherheitsbereich mit den Gates für die einzelnen Abflüge. An diesem Nadelöhr wird jeder einzelne Fluggast dahingehend überprüft, dass er nichts mit sich führt, was auch nur im Entferntesten die Sicherheit am Boden sowie in der Luft gefährden könnte. Der Passagier wird sowohl mit der Hand als auch mit dem Metalldetektor abgetastet. Gleichzeitig wird direkt neben ihm, also vis-à-vis auf einem Transportband seine Oberbekleidung mit Jacke und Mantel nebst dem Hand-/Reisegepäck durchleuchtet. Wer diese Kontrolle durch den LuftAss durchlaufen respektive überstanden hat, der kann sich ungehindert in dem überwachten Abflugbereich des Köln Bonn Airports aufhalten und seinen Flieger besteigen.

Die beruflichen Weiterentwicklungsmöglichkeiten des Luftsicherheitsassistenten

Vergleichbar mit anderen Berufen kann der LuftAss mit seiner Ausbildung bei unterschiedlichen Arbeitgebern angestellt werden. Zu denen gehören Fluggesellschaften, Security-Firmen sowie der Flughafenbetreiber mit seinen eigenen Tochter- und Beteiligungsgesellschaften. Hierarchien und Aufstiegschancen sind von Unternehmen zu Unternehmen recht unterschiedlich. Mit kontinuierlichen Fort- und Weiterbildungen im Rücken hat der LuftAss sehr gute Chancen, um vom Personenkontrolleur über den Schichtleiter und den Bereichsleiter bis zum Betriebsleiter aufzusteigen. Jeder dieser Jobs ist mit einem Mehr an Zuständigkeit, an Verantwortung und auch mit einer höheren Bezahlung verbunden.

Wissenswertes über den Köln/Bonn Airport

Die Kapazität ist auf eine jährliche Passagierzahl von 14 Mio. Fluggästen ausgerichtet. Auf den drei Flugbahnen werden jährlich rund 150.000 zivile Flugbewegungen mit Start und Landung abgewickelt. Beim Betreiber, der Flughafen Köln/Bonn GmbH sind knapp 2.000 von insgesamt etwa 14.000 Mitarbeitern der Unternehmen und Behörden rund um den Köln Bonn Airport beschäftigt, der den Zusatz Konrad Adenauer trägt. Der Luftsicherheitsassistent am Flughafen Köln/Bonn hat eine ebenso wichtige wie anspruchs- und verantwortungsvolle Funktion hier am Airport. An dem Übergang in der Abflughalle zu den Fluggates wird jeder einzelne Passagier kontrolliert. Für diese Kontrolltätigkeit ist der LuftAss im Auftrage und für die Bundespolizei zuständig. Er nimmt eine hoheitliche Aufgabe wahr, die der Staat, vertreten durch das Bundesministerium des Innern, auf Unternehmen der Privatwirtschaft überträgt.

Resümee

Es kann zusammengefasst werden, dass es aus mehrerlei Sichtweise lohnenswert ist, hier am Flughafen Köln/Bonn als LuftAss zu arbeiten. Das international geprägte Arbeitsumfeld bietet dem aufgeschlossenen Teamplayer tagtäglich Neues und Interessantes im Umgang mit Fluggästen aus aller Welt. Diese starten und landen als Touristen oder als Geschäftsreisende hier am Köln Bonn Airport den ganzen Tag über quasi im Minutentakt.