Job am Flughafen

Das Original aus Hamburg - Seit 2014

Der Flughafen Hannover-Langenhagen, international kurz Hannover Airport genannt, ist einer der vielgefragten Arbeitgeber in der niedersächsischen Landeshauptstadt nebst dem näheren Umland. Unter den über 5.000 Beschäftigten in der Airport-City gilt der Job als Luftsicherheitsassistent am Flughafen Hannover, in der Kurzfassung LuftAss genannt, als krisenfest und dauerhaft sicher. Wie die Jobbezeichnung ausdrückt, sorgen weibliche sowie männliche LuftAss für die Sicherheit am Hannover Airport; und zwar in der Abflughalle unmittelbar am Zugang zum Sicherheitsbereich mit den Abfluggates.

Umschulung/ Ausbildung mit hohem Leistungsanspruch

Grundsätzlich ist die Bundespolizei für die Luftsicherheit im Flugverkehr sowie am Boden verantwortlich. Die Zuständigkeit wird in dem Kontrollbereich von Passagieren und von Luftfracht auf Unternehmen der Privatwirtschaft übertragen. Zu den Arbeitgebern des LuftAss gehören der Flughafenbetreiber nebst seinen Tochter- und Beteiligungsgesellschaften, Sicherheitsfirmen oder auch die am Hannover Airport ansässigen Fluggesellschaften. Der LuftAss-Job ist anspruchsvoll und täglich eine neue Herausforderung. An dieser Schnittstelle muss auch deswegen peinlich genau kontrolliert werden, weil anschließend im Sicherheitsbereich ohne konkreten Anlass keine weiteren Personenkontrollen vorgesehen sind. Entsprechend gründlich und umfassend muss die Ausbildung zum Luftsicherheitsassistent erfolgen.

Persönliche Voraussetzungen für die Zulassung zur Ausbildung zum LuftAss

Zu den persönlichen Voraussetzungen für die Zulassung zu der dreimonatigen Ausbildung zum LuftAss gehören

  • Vollendung des 21. Lebensjahres mit Rechts- und Geschäftsfähigkeit
  • guter bis sehr guter Schulabschluss ab der Hauptschule aufwärts
  • abgeschlossene Berufsausbildung sowie mehrjährige Berufsausübung bei demselben Arbeitgeber [kein Job-Hopping]
  • körperliche Fitness mit sehr gutem Farbsehvermögen
  • gepflegte Gesamterscheinung sowie insgesamt sympathisches Auftreten
  • Führungszeugnis ohne Eintragung sowie Schufa-Selbstauskunft mit gutem bis sehr gutem Score
  • Bereitschaft zur Wechselschichtarbeit sowie zur Berufsausübung am Wochenende

Die vierteljährliche Ausbildung ist dual gestaltet. Was theoretisch gelernt wird, dass wird anschließend praktisch erprobt.

Wesentliche Lehr- und Lerninhalte

Wesentliche Lehr- und Lerninhalte sind

  • Kenntnisse zu allen Sicherheitsvorschriften am Hannover Airport
  • fundiertes Wissen zur Waffen-, Sprengstoff- und Drogenkunde
  • ordnungsgemäße, individuelle Personen- und Handgepäckkontrolle
  • angemessener Umgang mit den Fluggästen aus aller Welt
  • richtiges sowie schnelles Analysieren und Lesen von Röntgenbildern
  • sachgemäße Überprüfung von Luftfracht und von Flugreisegepäck
  • Kommunikation in hochdeutscher Sprache sowie Kenntnisse in einer gängigen Fremdsprache

Arbeitsalltag des LuftAss an der Schnittstelle zum Sicherheitsbereich

Jeder Passagier wird mitsamt seinem Handgepäck kontrolliert, bevor er sich zum Wartebereich seines Abfluggates begeben darf. An diesem Nadelöhr ist der Arbeitsplatz des LuftAss. Die Personenkontrolle erfolgt per Hand sowie mit dem Metalldetektor, auch Handsonde genannt. Zeitgleich wird direkt nebenan das Handgepäck zusammen mit der Oberbekleidung wie Jacke und Mantel geröntgt oder anders gesagt durchleuchtet. Mit dieser genauen Personenkontrolle soll verhindert werden, dass unerlaubte Gegenstände, Flüssigkeiten oder sonstige Substanzen in den Sicherheitsbereich und somit auch in das Flugzeug mitgenommen werden. Was vom LuftAss hier nicht entdeckt wird, das bleibt erfahrungsgemäß unentdeckt. Rechtsgrundlage für diese Tätigkeit ist § 5 LuftSiG, des Luftsicherheitsgesetzes aus Mitte der 2000er-Jahre. Die Kooperation mit den Luftsicherheitskontrollkräften sowie mit der Bundespolizei hier am Hannover Airport ist eng und direkt. Der LuftAss arbeitet eigenständig und ist insofern auch in seiner Entscheidung weitgehend frei.

Vielfältige Möglichkeiten zum beruflichen Weiterkommen

Innerhalb seiner Branche hat der LuftAss vielfältige Möglichkeiten, um sich weiterzubilden und beruflich zu qualifizieren. Dazu werden spezifische Fortbildungsmaßnahmen in Kursus- und Seminarform sowie als Workshop angeboten. Ein wesentlicher, sich ständig wandelnder Fortbildungsinhalt ist die Sicherheit im Luftverkehr ganz allgemein. Hierfür ist eine permanente Anpassung von Knowhow und Erfahrung erforderlich, um auf Dauer einen noch qualifizierteren Job auszuüben. Dazu gehört derjenige des Schichtleiters, des Gruppen- oder später der des Betriebsleiters. Verkehrsflughäfen wie der Hannover Airport haben eine straffe Hierarchie in ihrer Personalstruktur; das gilt auch für jeden einzelnen Arbeitgeber. Ein Stellenwechsel unter den Jobgebern am Flughafen Hannover ist häufig mit einem Mehr an Zuständigkeit, an Verantwortung und auch an Gehalt verbunden. Die dazugehörigen Voraussetzungen muss der LuftAss mit dem Nachweis von Fort- und Weiterbildungen beibringen.

Feststeht, dass zukünftig eher deutlich mehr als weniger LuftAss am Hannover Airport gebraucht werden.

Der Flughafen Hannover-Langenhagen

Noch ein, zwei Sätze zum Hannover Airport selbst. Der Anfang der 1950er-Jahre eröffnete Flughafen verfügt über drei Flugbahnen. Zwei von ihnen sind mit ihrer ausreichenden Länge für große Verkehrsflugzeuge geeignet; eine dritte asphaltierte Flugbahn ist knapp 800 Meter lang. Das Areal des Flughafens ist gut 900 Hektar groß. Die PAX-Kapazität ist auf jährlich 8 Mio. Fluggäste ausgerichtet. PAX ist die gängige Abkürzung für das englische persons approximately, zu Deutsch ungefähre Personenzahl. Betreiber ist die Flughafen Hannover-Langenhagen GmbH; Gesellschafter sind zu je 35 Prozent die Stadt Hannover und das Land Niedersachsen; die restlichen Anteile hält neuerdings die britische Investmentfirma Icon Flughafen GmbH. Ganz unberührt von diesem Eigentümerwechsel bleibt der Job des LuftAss am Hannover Airport. Passagiere sowie Luftfracht müssen auf jeden Fall kontrolliert werden, und zwar ganz unabhängig davon, wie die Airport-Eigentumsverhältnisse aufgeteilt sind. Mit zunehmender Fluggastzahl nebst Luftfracht steigt auch der Bedarf, noch mehr und noch genauer zu kontrollieren.