Job am Flughafen

Das Original aus Hamburg - Seit 2014

Die Passagierabfertigung bei Abreise und Ankunft erfolgt an zahlreichen Gates in zwei Fluggastterminals. An diesen Schnittstellen zwischen dem öffentlich zugänglichen Flughafengelände und dem Sicherheitsbereich ist der Arbeitsplatz des Luftsicherheitsassistenten, kurz LuftAss. Seine Tätigkeit richtet sich nach den Bestimmungen des Luftsicherheitsgesetzes LuftSiG. Von Haus aus handelt es sich dabei um den Zuständigkeitsbereich der Bundespolizei. Die überträgt einzelne der ihr obliegenden hoheitlichen Aufgaben an Privatunternehmen wie Flughafenbetreiber, Fluggesellschaften sowie Sicherheitsunternehmen. Von diesen Firmen wird der Luftsicherheitsassistent am Flughafen Hamburg angestellt, und zwar ganz gezielt für die Personen- nebst der Fluggepäckkontrolle am Gate. Diese Kontrolle erfolgt nur ein einziges Mal. Das macht deutlich, wie genau und konzentriert kontrolliert werden muss. Wer einmal im Sicherheitsbereich des Hamburger Flughafens ist, der ist drin und hat mit der Bordkarte freien Zutritt zu seinem Flugzeug.

Ausbildung und Umschulung zum Luftsicherheitsassistenten

Der Job als LuftAss ist überdurchschnittlich anspruchsvoll. Der Bewerber muss sich auf das dementsprechend aufwändige Auswahlverfahren sowie eine konzentrierte dreimonatige Ausbildung beziehungsweise Umschulung zum Luftsicherheitsassistent einstellen.

Zu den persönlichen Voraussetzungen gehören

  • erfolgreicher Schulabschluss mindestens der Hauptschule; Realschule und mehr erhöht die Berufschancen
  • abgeschlossene Berufsausbildung nebst mehrjähriger Berufstätigkeit bei demselben Arbeitgeber
  • Vollendung des 21. Lebensjahres
  • körperliche Fitness sowie psychische Eignung für diesen Beruf am Fluggast
  • erstklassiges Farbsehvermögen
  • sehr gutes Lesen und Analysieren von Röntgenbildern
  • Bereitschaft zur Wechselschicht- sowie zur Arbeit am Wochenende, an Sonn- und an Feiertagen
  • einwandfreier Leumund mit „weißem“ polizeilichem Führungszeugnis
  • Schufa-Selbstauskunft mit Score deutlich über 95 Prozent
  • gute Menschenkenntnis, Empathie sowie soziale Kompetenz
  • gepflegte und sympathische Gesamterscheinung
  • Beherrschen der deutschen Sprache in Wort und Schrift

Besondere Inhalte der dualen Ausbildung in Theorie und Praxis sind

  • fundierte Kenntnisse in der Waffen-, Sprengstoff- und Drogenkunde
  • Grundkenntnisse über die Sicherheit am Hamburg Airport
  • Kenntnisse über die Organisation der Luftsicherheit am Boden und in der Luft
  • der professionelle Umgang mit Passagieren aus aller Welt
  • genaue Kenntnisse der verschiedenen Kontrollabläufe
  • die abshließende Prüfung mit Lehrinhalten nach Vorgabe des Bundesinnenministeriums gemäß dem LuftSiG

Joballtag für den LuftAss am Flughafen Hamburg

Das Arbeitsgebiet des weiblichen beziehungsweise männlichen LuftAss ist die Personen- und Hand- respektive Fluggepäckkontrolle. Das beim Check-in aufgegebene Reisegepäck wird separat und an anderer Stelle des Flughafens kontrolliert. Die Kontrolle erfolgt in der sogenannten Sicherheitsschleuse; das ist der auf eine Person verengte Durchgang vom allgemein zugänglichen Breich hin zum Sicherheitsbereich. Jeder Fluggast betritt diesen Kontrollbereich einzeln und allein. In dieser kleinen, halboffenen Kabine wird der Fluggast „am Körper“ kontrolliert. Das geschieht mit der Hand sowie ergänzend mit der Handsonde als einem Metalldetektor. Zeitgleich wird direkt daneben von einigen weiteren LuftAss das Handgepäck nebst der Oberbekleidung wie Jacke und Mantel durchleuchtet.

Kontrolliert wird nach dem Grundsatz: Was hier nicht entdeckt wird, das bleibt weiterhin unentdeckt. Mit diesem Wissen muss der auf dem Röntgenschirm gezeigte Inhalt aufs Genaueste und eher einmal mehr als zu wenig kontrolliert sowie hinterfragt werden. Gefahrgüter wie giftige und ätzende Stoffe, wie brennbare Flüssigkeiten, Bomben, Drogen oder Waffen müssen an dieser Stelle erkannt, entdeckt und beschlagnahmt werden. In diesem Bereich der Security dreht sich alles um ein Höchstmaß an Schutz und Sicherheit. Oder etwas locker formuliert: Eher bleibt der Flieger am Boden, als dass ein gebuchter Passagier mit nicht identifizierbarem Reisegepäckinhalt in den Sicherheitsbereich gelangt.

Berufliches Weiterkommen – in Hamburg ausgesprochen aussichtsreich

Die beruflichen Aussichten sind am Hamburg Airport für den LuftAss überaus positiv. Zum einen kann der Job als absolut krisenfest und dauerhaft sicher bezeichnet werden. Zum anderen steigt das Bedürfnis an Flugsicherheit mit zunehmender Passagierzahl und Luftfracht. Die internen Aufstiegschancen sind nicht nur, aber auch vom jeweiligen Arbeitgeber und der dortigen Firmenhierarchie abhängig. Zu den nächsthöheren Stufen auf der Karriereleiter gehören Schicht- und Gruppenleiter, Supervisor sowie letztendlich der übergeordnete Betriebsleiter für die Luftsicherheit am Airport. Vom leistungswilligen LuftAss wird erwartet, dass er sich regelmäßig fort- und weiterbildet. Die Angebote dazu sind in Kursen ebenso vielfältig wie lehrreich.

Infos zum Hamburg Airport

Der Flughafen Hamburg, international als Hamburg Airport bekannt, liegt als typischer Cityairport knapp zehn Kilometer von der Hamburger Innenstadt entfernt. Eröffnet wurde der frühere Flughafen Hamburg-Fuhlsbüttel Anfang der 1910er-Jahre. Auf dem knapp 600 Hektar großen Flughafengelände sorgen zwei asphaltierte Flugbahnen in den Maßen 3.250 und 3.660 x 46 Meter für den reibungslosen Flugverkehr in buchstäblich alle Welt.