Job am Flughafen

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Dass Sicherheit am Flughafen buchstäblich großgeschrieben wird, machen mehrere Ereignisse im Jahr 2018 an Deutschlands Flughäfen von München über Frankfurt bis Hannover deutlich. Der Luftsicherheitsassistent am Flughafen Berlin und an jedem anderen Flughafen ist für die Personen- sowie die Handgepäckkontrolle am Übergang von der Abflughalle zum Sicherheitsbereich der Abfluggates zuständig. Hier in Berlin ist das an den internationalen Verkehrsflughäfen Schönefeld und Tegel der Fall. Der Flughafenbetreiber hat die Aufgabe, für eine gleichwertige Sicherheit an beiden Airports zu sorgen. Das bedarf einer regelmäßigen, dauerhaften Rekrutierung von männlichen sowie auch weiblichen Luftsicherheitsassistenten, abgekürzt LuftAss.

Der Weg zum Luftsicherheitsassistenten

Die Ausbildung beziehungsweise Umschulung zum Luftsicherheitsassistent, ist in Bezug auf die persönlichen Voraussetzungen sowie an das Lernziel recht anspruchsvoll. Der LuftAss nimmt Aufgaben wahr, die originär in den Hoheitsbereich der Bundespolizei fallen. Aus beruflicher Sicht wird neben einem Schulabschluss ab der Hauptschule aufwärts eine erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung erwartet. Die mehrjährige Tätigkeit in diesem erlernten Beruf ist von Vorteil. Das 21. Lebensjahr muss zu Beginn der Ausbildung zum LuftAss vollendet sein.

Zu den Erwartungen an den Bewerber gehören

  • die körperliche Eignung mit Fitness und Belastbarkeit
  • ein ausgeprägt gutes Farbsehvermögen
  • die Fähigkeit zum schnellen Analysieren von Röntgenbildern
  • ein polizeiliches Führungszeugnis ohne jeden Eintrag
  • die Schufa-Selbstauskunft mit sehr hohem Score
  • der einwandfreie Leumund sowie eine gepflegte Gesamterscheinung
  • die Bereitschaft zur Arbeit in Wechselschicht und am Wochenende
  • Teamfähigkeit sowie soziale Kompetenz

Die 3 Monate dauernde Ausbildung ist mit Theorie und Praxis sehr komplex. Sie ist modular aufgebaut und endet mit einer Abschlussprüfung. Auch die Prüfung ist beileibe kein Selbstläufer, sondern eine wirkliche Herausforderung an das Knowhow des potentiellen LuftAss.

Wesentliche Ausbildungsinhalte sind

  • die richtige Personenkontrolle per Hand und Metalldetektor
  • fundierte Kenntnisse zur Kontrolle von Sprengstoff, Waffen, Drogen, ätzenden Flüssigkeiten, ...
  • der angemessene, richtige Umgang mit Fluggästen aus aller Welt
  • Kenntnisse über die Sicherheitsvorschriften an den Berliner Airports Schönefeld und Tegel

Arbeitsplatz und Arbeitsalltag am Flughafen Berlin

Der LuftAss am Flughafen in Berlin muss sich bereiterklären und auch dazu in der Lage sein, sowohl in Tegel als auch in Schönefeld zu arbeiten. Hier wie da ist sein Arbeitsplatz an dem Nadelöhr des Überganges von dem freizugänglichen Abflugterminal hin zu dem überwachten Sicherheitsbereich in der Abflughalle. Wer diese „Sicherheitsschleuse“ hinter sich hat und sich zu seinem Abfluggate begibt, der wird ohne konkreten Anlass nicht weiter kontrolliert; der Weg hinein ins Flugzeug ist somit frei. Das zeigt die Wichtigkeit und erforderte Genauigkeit, mit der sowohl jeder Fluggast als auch dessen Hand- und Reisegepäck kontrolliert werden muss.

Der LuftAss muss alle gefährdenden Gegenstände erkennen und immer situationsgerecht reagieren. Der Passagier wird per Hand abgetastet. Ergänzend dazu kommt die Handsonde zum Einsatz. Zeitgleich wird direkt nebenan, quasi hinter dem Rücken des Fluggastes, sein Handgepäck sowie die Oberbekleidung mit Jacke und Mantel durchleuchtet, das heißt geröntgt. Auch, oder gerade hier ist größte Aufmerksamkeit geboten. Wer Verbotenes mitnehmen, also durch die Sicherheitskontrolle schleusen will, der lässt sich viel einfallen. Vom LuftAss wird noch mehr Cleverness und Erfahrung erwartet, damit das nicht geschieht.

Berufliches Fortkommen an den Berliner Flughäfen

Für den LuftAss gibt es hier in Berlin mehrere unterschiedliche Arbeitgeber. Zu ihnen gehören neben dem Flughafenbetreiber nebst dessen Tochter- und Beteiligungsgesellschaften hauptsächlich die ansässigen Fluggesellschaften sowie Sicherheitsfirmen. Das Sicherheitsbedürfnis steigt ganz naturgemäß mit der zunehmenden Zahl an Passagieren, an Flug- und Reisegepäck sowie an Luftfracht. Damit einher geht der Personalbedarf für die Sicherheitskontrollen, was auch den Job einer Luftsicherheitskontrollkraft am Flughafen Berlin einschließt. Dass hier nicht an Personal gespart werden darf, zeigen die Erfahrungen aus der jüngsten Vergangenheit.

Am größten deutschen Flughafen verpassten Tausende Fluggäste ihren gebuchten Flug, weil aus akutem Anlass nicht genügend Luftsicherheitsassistenten vorhanden waren. Das hat zu unerfreulichen Rückstaus sowie zu Verzögerungen geführt. Der Job des LuftAss kann als dauerhaft und krisenfest bezeichnet werden. Zur beruflichen Weiterentwicklung bieten sich firmeninterne sowie externe Fortbildungsmaßnahmen mit Kursus, Workshop oder auch als Seminar außerhalb der Arbeitszeit an. Aufstiegschancen mit einem Mehr an Verantwortung, an Zuständigkeit sowie an Gehalt können sich bei einem Wechsel des Arbeitgebers mit unverändertem Arbeitsplatz an einem der beiden Berliner Flughäfen ergeben. Schichtleiter, Gruppenleiter oder Betriebsleiter sind die nächsthöheren Laufbahnstufen auf der Karriereleiter des LuftAss in Berlin Tegel und Schönefeld.

Die Berliner Flughäfen

Betreiber beider Flughäfen ist die FBB, Flughafen Berlin Brandenburg GmbH mit Sitz in der Bundeshauptstadt. Tegel ist ein typischer Cityairport; Schönefeld hingegen liegt mehr als 20 Kilometer außerhalb des Stadtzentrums. Ab der Inbetriebnahme des neuen Flughafens Berlin Brandenburg mit dem Zusatznamen Willy Brandt sollen die beiden bisherigen Hauptstadtflughäfen nach und nach ihren Flugbetrieb einstellen. Doch so weit ist es noch lange nicht. Bis dahin werden für Tegel und in Schönefeld Luftsicherheitsassistenten gesucht, die mit Akribie sowie Motivation für die Flugsicherheit sorgen.