Job am Flughafen

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Baden-Airpark – Heimatflughafen des irischen Billigfliegers Ryanair

Der Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden ist einer der deutschlandweit jüngsten Verkehrsflughäfen. Aus dem einstigen kanadischen Militärflugplatz wurde ab 1993 der landesweit zweitgrößte Verkehrsflughafen entwickelt. Um ihn herum siedelten sich Unternehmen aus Handel, Dienstleistung und Logistik an. Wer einen Job am Flughafen Baden-Baden sucht, hat somit auch bei einem der zahlreichen anderen Unternehmen gute Chancen. Seit Anfang der 2010er-Jahre ist der Flughafen Baden-Baden eine der bundesweit größten und wichtigsten Basen für die irische Billigfluggesellschaft Ryanair. Die Entfernung zum Hauptbahnhof Karlsruhe beträgt 40 Autokilometer, und zum östlich gelegenen Bahnhof Baden-Baden 15 Kilometer über die Bundesstraße B500 beziehungsweise eine knapp halbstündige Autofahrt. Vergleichbar weit entfernt liegt die Innenstadt von Rastatt nordöstlich vom Baden-Airpark.

Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden – Flughafen der kurzen Wege mit vielfältigem Jobpotential

Der Flughafenbetreiber bewirbt den FKB (Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden) mit den buchstäblich kurzen Wegen auf dem Flughafengelände. Im Gegensatz zu solch großen Flughäfen wie Frankfurt, Berlin, Düsseldorf oder auch Stuttgart geht es hier am FKB geradezu familiär und gemütlich zu. Die Terminalkapazität ist ausreichend groß, und an den Gates gibt es kein Gedränge. Wenngleich die Zahl mit einigen Hundert Beschäftigten überschaubar bleibt, so ist die Vielfalt der Jobs am Flughafen Baden-Baden vergleichbar mit anderen, größeren Verkehrsflughäfen. Die Grundstruktur einer Flughafenorganisation ist überall dieselbe. Insofern steht auch hier am Flughafen Baden-Baden die Flug- und Luftsicherheit im Vordergrund. So gelten am FKB die Tätigkeiten als Kontrollkraft für Personal und mitgeführte Gegenstände (Luftsicherheitskontrollkraft) sowie als Luftsicherheitsassistent als krisensicher und dauerhaft gefragt.

Luftsicherheitskontrollkraft – Kontrolle für Personal und Gegenstände

Die Fachausbildung respektive Umschulung zur Luftsicherheitskontrollkraft dauert ein Vierteljahr. In diesen drei Monaten werden in einem kompakten, dualen und modular aufgebauten Unterricht die vielseitigen Kenntnisse sowie Anforderungen an die Luftsicherheit vermittelt. Von der Luftsicherheitskontrollkraft werden neben Fachwissen auch Führungsqualität, soziale Kompetenz sowie Teamfähigkeit erwartet. Der Leumund muss mit „weißem“ Führungszeugnis und einer Schufa ohne Negativeintragung einwandfrei sein. Das Tätigkeitsspektrum ist im LuftSiG, dem Luftsicherheitsgesetz aus Mitte der 2000er-Jahre vorgegeben. Unterschieden wird in die Luftsicherheitskontrollkraft für Post & Fracht, für Personen & Waren sowie in Sicherungsmaßnahmen am und im Flugzeug, auf dem Rollfeld oder beim Push-Back, dem Schleppen von Flugzeugen. Erwartet werden ein gutes Deutsch in Wort und Schrift sowie Englischkenntnisse. All diese Tätigkeiten werden unter den Begriffen Safety für betriebliche Sicherheit sowie Security für das Abwehren von äußeren Gefahren zusammengefasst.

LuftAss – Personen- und Gepäckkontrolle am Gate des FKB

Luftsicherheitsassistenten kommen überall dort zum Einsatz, wo Fluggäste sowie deren Gepäck kontrolliert werden. Zu den Arbeitgebern gehören Fluggesellschaften, die Bodenabfertigung und der Flughafenbetreiber. Ohne das OK des LuftAss kann der Passagier seine Flugreise nicht antreten. Die Anforderungen an diese Tätigkeit sind somit entsprechend hoch. Die Qualifikation ist in § 5 LuftSiG definiert. Inhalte, die in der mehrmonatigen Ausbildung vermittelt werden, sind detaillierte Kenntnisse

  • zu den Sicherheitsvorschriften auf dem FKB
  • zur Sprengstoff- und Waffenkunde
  • über die Sicherheit am und auf dem Flughafengelände
  • für die ordnungsgemäße Durchführung von Personenkontrollen
  • zur Organisation der Luftsicherheit und der Luftfahrt als solcher
  • über sämtliche Sicherheitssysteme und Zugangskontrollen
  • zum professionellen Umgang mit Fluggästen aus dem In- und dem Ausland
  • zu den verschiedenen Kontrollabläufen
  • zum Lesen und zur Analyse von Röntgenbildern sowie von Scanbildern
  • einer sach- und fachgereichten Sicherheitsüberprüfung von Gepäck und Fracht

Der Unterschied zwischen § 5 LuftSiG [LuftAss] und § 8 LuftSiG [Luftsicherheitskontrollkraft] liegt in dem zu kontrollierenden Personenkreis. Nach § 5 können Passagiere durchsucht werden, nach § 8 das Flughafenpersonal sowie deren mitgeführten Gegenstände.

Die Karriere- und Jobaussichten sind hier am FKB als einem mittelständischen Unternehmen ausgesprochen gut und bodenständig. Die Führungshierarchien sind flach, und die Entscheidungswege dementsprechend kurz. Zu den oft gefragten und ebenso regelmäßig angebotenen Ausbildungsberufen am FKB gehören der Service im Luftverkehr sowie das kaufmännische Büromanagement.

Historisches

Der IATA-Code, die internationale Abkürzung der International Air Transport Association als dem weltweiten Dachverband aller Fluggesellschaften lautet FKB. Der Flughafen auf einem rund 300 Hektar großen Gelände wurde im Jahr 1996 in Betrieb genommen. Die örtliche Lage ist in dem Dreieck zwischen den baden-württembergischen Städten Karlsruhe, Rastatt und Baden-Baden. Das Areal war bis Anfang der 1990er-Jahre der kanadische Militärflugplatz Baden-Soellingen. Namensgeber war der nahegelegene Ortsteil Söllingen der Gemeinde Rheinmünster. Zum Jahresende 1993 wurde die Luftwaffenbasis geschlossen. Direkt danach begann die Umwandlung in einen Verkehrsflughafen. Private Investoren gründeten die Baden-Airpark GmbH. Sie wurde Eigentümer des Flughafens mit Grundstück nebst Immobilien.

Der Flughafen verfügt über eine asphaltierte Flugbahn in den Maßen 3.000 x 45 Meter. Den Fluggästen steht für Abflug und Ankunft ein Terminal zur Verfügung. Jährlich finden rund 36.500 Flugbewegungen statt, ein Tagesdurchschnitt von hundert Starts und Landungen. Flughafenbetreiber ist die Baden-Airpark GmbH. Gesellschafter ist zu Zweidrittel die Flughafen Stuttgart GmbH sowie zu einem Drittel die Baden-Airpark Beteiligung GmbH. An der sind wiederum die Städte und Landkreise Karlsruhe, Baden-Baden und Rastatt beteiligt. Seit dem Jahr 2008 werden jährlich mehr als eine Mio. Passagiere abgefertigt und befördert. Zu den Fluggästen gehören in erster Linie Urlauber aus dem näheren Einzugsgebiet sowie Geschäftsreisende.