Job am Flughafen

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Vor allem durch den Anschlag am 11. September 2001 und viele weitere Vorkommnisse im Luftverkehr wurden einige gesetzliche Änderungen im Bereich der Luftsicherheit notwendig. In diesem Zusammenhang wurde am 15. Januar 2005 das derzeit aktuelle Luftsicherheitsgesetz (LuftSiG) auf den Weg gebracht. In diesem Zusammenhang wurden auch Sicherheitsberufe stärker gefördert.

Dies ist nur konsequent, da die Sicherheit am Flughafen und im Flugzeug nur gewährleistet werden kann, wenn eine Luftsicherheitskontrollkraft Aufgaben kompetent und mit nötigem Knowhow erfüllt. 

Welche Inhalte umfasst die Umschulung/Ausbildung zur Luftsicherheitskontrollkraft?

Grundsätzlich umfasst die Ausbildung zur Luftsicherheitskontrollkraft Inhalte, die es dem Absolventen erlauben, Aufgaben, wie beispielsweise Sicherheitskontrollen durchzuführen. Dies betrifft die Kontrolle von Personal und deren mitgeführten Gegenständen. Durch diese verantwortungsvolle Aufgabe wird die Luftsicherheit deutlich verbessert und es können im Idealfall mögliche Anschläge verhindert werden. Die Inhalte der Ausbildung im Detail:

  • Kontrolle von Personal und mitgeführten Gegenständen
  • Fracht- und Postsendungen kontrollieren
  • richtiges Reagieren bei sicherheitsrelevanten Zwischenfällen
  • richtiges Bedienen der Sicherheitsausrüstung
  • Durchsuchung per Hand
  • Erlernen der richtigen Durchsuchungstechniken
  • Internationale, nationale, interne und auch gemeinschaftliche Qualitätskontrollen
  • Erlernen der unterschiedlichen Kontrolltechniken für die verschiedenen Arten von Fracht und Post
  • Versteckte Gegenstände auffinden
  • Ziele und Struktur im Bereich der Luftsicherheit
  • Sofortmaßnahmen

Welche Aufgaben erwartet eine Luftsicherheitskontrollkraft im Arbeitsalltag?

Zunächst hat die Luftsicherheitskontrollkraft die Aufgabe, Personen, Gepäck und mitgeführte Gegenstände zu kontrollieren. Hierzu gehört unter anderem, zu überprüfen, welche Handgepäckstücke zugelassen sind und welche nicht mitgeführt werden dürfen. Des Weiteren werden Sprengstoffspürgeräte, Handsonden und Körperscanner eingesetzt. Zudem werden Alarmverfolgungen, Kontrollgänge, Streifen und Festposten, Rücklaufverhinderungen und Fahrzeugkontrollen durchgeführt. An deutschen Flughäfen fallen zusätzlich noch viele weitere Tätigkeiten an. So können u.a. auch:

  • Klassische Bewachungstätigkeiten
  • Diebstahlsicherung
  • Parkplatzbewirtschaftung
  • Flugzeugeinweisung
  • Push-Back (Schleppen von Luftfahrzeugen)
  • Sonstige Groundhandler-Tätigkeiten
  • Dokumentenberatung
  • Line-Management

zu den Aufgaben einer Luftsicherheitskontrollkraft zählen.

Welche Möglichkeiten für eine berufliche Weiterentwicklung gibt es?

In diesem Berufsbild spielt die Mitarbeiterfortbildung nach der eigentlichen Ausbildung eine sehr wichtige Rolle. So wird gewährleistet, dass der Qualitätsstandard durch regelmäßig durchgeführte Weiterbildungen erhalten werden kann. Je nachdem in welchem Bereich der Mitarbeiter eingesetzt wird, können unterschiedliche Kurse besucht werden. Die jeweiligen Fortbildungsstunden fallen je nach Personengruppe unterschiedlich hoch aus:

  • Personengruppen nach 11.2.3.1a: 40 Stunden
  • Personengruppen nach 11.2.3.2: 28 Stunden
  • Personengruppen nach 11.2.3.1b 36 Stunden

Die Personengruppen unterscheiden sich vor allem in den Aufgaben, denen sie in ihrem Arbeitsalltag nachgehen. Des Weiteren werden von den zuständigen Behörden auch regelmäßig Überprüfungen durchgeführt, um den Qualitätsstandard der Luftsicherheitskontrollen zu untersuchen. Hierbei werden Testpersonen im Echtbetrieb eingeschleust, um die Tests unter realistischen Bedingungen durchführen zu können.